Piz Palü

Piz Palü Der Piz Palü zählt mit seinen drei markanten Gipfeln und Pfeilern zu den eindrucksvollsten und schönsten Berggestalten der Alpen. Die drei Pfeiler – Ost, Mittel und West – werden von steilen Hängegletschern und symmetrischen Couloirs geprägt. Der Mittelpfeiler ist der längste; benannt sind die Pfeiler nach ihren Erstbegehern Kuffner, Bumiller und Zippert. Der Name Palü stammt aus dem Puschlaver Dialekt und bedeutet „Sumpf“ – ein Hinweis auf die sumpfigen Wiesen der Alpe Palü unterhalb der Alp Grüm. Von der Diavolezza aus wird oft nur der Ostgipfel bestiegen. Besonders lohnend ist jedoch die Überschreitung aller drei Gipfel bis zur Fuorcla Bellavista – eine eindrucksvolle Hochtour, die in beide Richtungen möglich ist. Geschichte Die erste nachweisliche Besteigung des Piz Palü gelang im Jahr 1866 dem Engländer Kenelm Edward Digby zusammen mit seinem Bergführer Peter Jenny und einem weiteren Träger. Zuvor hatten bereits Oswald Heer, Peter Flury und Meuli mit den Führern Johann Madutz und Gian Marchet Colani eine Tour unternommen, die jedoch vermutlich nur bis zum Ostgipfel führte. Nur zwei Jahre später, am 22. Juli 1868, überschritten die Bergführer Hans und Christian Grass gemeinsam mit den Alpinisten Albert Wachtler, Wallner und Georg erstmals den gesamten, 3.900 Meter hohen Palü. Mit diesen Erfolgen rückte der Piz Palü immer stärker ins Blickfeld der Alpinwelt. Seine markante Form und majestätische Erscheinung weckten den Wunsch vieler Bergsteiger, selbst auf diesem eindrucksvollen Gipfel zu stehen.

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